Grüne wollen Gesundheitswissen besser nutzen
Wo fehlen Bewegungsangebote? Welche Gesundheitsprobleme nehmen zu? Und wie können Stadt und Landkreis gezielter vorbeugen? Die Grünen in Stadt und Landkreis Göttingen wollen Gesundheitsinformationen künftig besser nutzen, um die Gesundheit der Menschen vor Ort zu stärken. Dafür bringen die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen am 12. Juni im Rat der Stadt Göttingen und die Kreistagsfraktion zusammen mit der SPD am 24. Juni im Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Integration gleichlautende Anträge ein.
Kern des Antrags ist die Einrichtung einer regelmäßigen kommunalen Gesundheitskonferenz für Göttingen, angelehnt an den bereits bestehenden Gesundheitskonferenzen in Kommunen Nordrhein-Westfalens. Akteur*innen aus Gesundheitswesen, Verwaltung, Wissenschaft und Politik sollen aktuelle Entwicklungen auswerten und Empfehlungen für die Gesundheitsförderung erarbeiten. Zudem soll geprüft werden, wie bereits vorhandene Gesundheitsdaten besser aufbereitet und ergänzt werden können.
„Wir verfügen bereits heute über viele wertvolle Informationen zur gesundheitlichen Situation der Menschen in Stadt und Landkreis. Diese Daten sollten nicht nur gesammelt, sondern auch viel stärker genutzt werden, um Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und wirksame Maßnahmen zu entwickeln“ – Julian Arends für die Stadtratsfraktion
Die Grünen betonen, dass Gesundheitsförderung und Prävention eine gemeinsame Aufgabe von Stadt und Landkreis ist. Viele gesundheitliche Herausforderungen betreffen Stadt und Landkreis und lassen sich gemeinsam wirksam angehen.
„Gesundheit wird vor Ort gestaltet. Deshalb sollten Stadt und Landkreis ihre vorhandenen Erkenntnisse stärker zusammenführen. Eine gemeinsame Datengrundlage hilft uns, gesundheitliche Risiken zu erkennen, abzubauen und Angebote bedarfsgerechter zu entwickeln“ – Dietmar Linne, Co-Fraktionsvorsitzender der Grünen Kreistagsfraktion
Die Anträge sollen dazu beitragen, gesundheitspolitische Entscheidungen künftig stärker an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen auszurichten – von Präventionsangeboten bis hin zu Hitzeschutz und gesundheitsförderlicher Stadtentwicklung.

