Grüne begrüßen Bewegung beim Schwimmbadstandort Hann Münden

Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen begrüßt, dass sich nun auch die SPD-Fraktion für eine nachhaltige Lösung der Schwimmbadsituation in Hann. Münden einsetzt. Die Grünen hatten sich bereits mehrfach, zuletzt im Januar dieses Jahres, für eine Verbesserung der Schwimmbadversorgung vor Ort ausgesprochen.

„Wir fordern seit Jahren, dass die Menschen in Hann. Münden eine Perspektive für ein eigenes Hallenbad erhalten und sich die Planungen nicht ausschließlich auf Angebote in Nachbarkommunen stützen“, betont der Kreistagsabgeordnete Joachim Beisheim.

Besonders erfreut zeigen sich die Grünen darüber, dass inzwischen auch alternative Lösungen zur ursprünglich vorgesehenen Sanierung des Lehrschwimmbeckens an der Drei-Flüsse-Realschule geprüft werden. Bereits im April 2025 hatte die Fraktion angeregt, neben dieser Sanierung weitere Optionen zu betrachten, die ein besseres Verhältnis von Kosten und Nutzen bieten könnten.

Aktuell steht das Thema in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr, Bauen, Planen und Energie am 23. Juni 2026 nun auf der Tagesordnung. Die Kreisverwaltung schlägt vor, die Ergebnisse der Vorentwurfsplanung zur Reaktivierung des Garten-Hallenbades Gimte zur Kenntnis zu nehmen, die Reaktivierung weiterzuverfolgen und einen Planungswettbewerb durchzuführen. Parallel sollen Fördermöglichkeiten geprüft und – soweit möglich – beantragt werden.

Die Grüne Kreistagsfraktion wird diesen Weg vollumfänglich unterstützen.

„Sollte auch der Kreistag dieser Vorlage zustimmen, wäre das ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand können wir uns die Reaktivierung des Garten-Hallenbades Gimte sehr gut als tragfähige Lösung für die Region vorstellen“, so Beisheim. „Wichtig ist jetzt, dass die Planungen konsequent vorangetrieben werden und wir gemeinsam mit der Stadt Hann. Münden sowie weiteren Partnern eine langfristige Perspektive für den Schwimmsport, den Schulunterricht und die Wassergewöhnung schaffen.“

Perspektivisch sollte aus Sicht der Grünen das Projekt dabei nicht isoliert betrachtet werden. Die laufende kommunale Wärmeplanung in Hann. Münden eröffnet auch die Chance, das Vorhaben frühzeitig mit einer nachhaltigen Wärmeversorgung zu verknüpfen.

„Mit dem geplanten Flusswärmeprojekt und den Überlegungen zur kommunalen Wärmeplanung gibt es bereits Ansätze, die hervorragend zu einem Hallenbadstandort passen könnten“, erklärt Beisheim. „Deshalb regen wir an, von Beginn an zu prüfen, ob sich ein zukünftiges Hallenbad in ein Nahwärmenetz integrieren lässt oder sogar als Ankerpunkt für eine solche Wärmeversorgung dienen kann. Das würde nicht nur die Betriebskosten langfristig senken, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.“

Für die Grünen bietet sich damit die Möglichkeit, mehrere Zukunftsaufgaben gemeinsam zu lösen: die Sicherung des Schwimmangebots in Hann. Münden, die Nutzung erneuerbarer Wärmequellen sowie den Aufbau einer modernen und klimafreundlichen Wärmeinfrastruktur.

„Wenn wir jetzt die richtigen Entscheidungen treffen, kann in Hann. Münden ein Projekt entstehen, das weit über die reine Schwimmbadfrage hinaus Wirkung entfaltet“, so Beisheim abschließend.

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