Mehrheitsgruppe will mehr Projekte im Landkreis Göttingen ermöglichen
Mehr als 3,5 Millionen Euro stehen dem Landkreis Göttingen derzeit aus sogenannten Ersatzgeldern für
Natur- und Artenschutzmaßnahmen zur Verfügung. Bislang fließen die Gelder nicht ausreichend schnell ab.
Die Mehrheitsgruppe SPD/Grüne will das ändern und beauftragt die Kreisverwaltung, ein Konzept zu
entwickeln, mit dem geeignete Maßnahmen und Projekte unterstützt werden können.
„Das Geld ist dafür da, konkrete Ausgleichsmaßnahmen für Natur und Landschaft zu schaffen. Deshalb
müssen wir schauen, was den Einsatz der Mittel bremst und wie wir schneller Naturschutzprojekte auf den
Weg bringen können“, erklärt Dr. Susanne Schmall, Mitglied der Grünen Kreistagsfraktion und grüne
Sprecherin des Umweltausschusses.
Ersatzgelder werden beispielsweise von Unternehmen oder auch dem Bund gezahlt, wenn diese Eingriffe in
Natur und Landschaft durch Bau- oder Infrastrukturprojekte vornehmen, die nicht anderweitig ausgeglichen
werden können. Zum Jahresende 2025 standen dem Landkreis rund 3,53 Millionen Euro zur Verfügung. 2025
wurden davon lediglich knapp 159.000 Euro ausgegeben.
Künftig sollen zum Beispiel auch Verbände und örtliche Institutionen stärker eingebunden werden, um
geeignete Projekte unterschiedlicher Größe zu entwickeln.
„Vor Ort gibt es viel Wissen darüber, wo konkrete Maßnahmen für Natur und Artenvielfalt gebraucht werden.
Dieses Wissen wollen wir stärker nutzen und gemeinsam Projekte entwickeln, die wirklich etwas bewirken“,
beschreibt Dr. Thorsten Heinze, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion. Als mögliches Beispiel nennt die
Mehrheitsgruppe Maßnahmen am Seeburger See.
Der Antrag wird am 30. September im Umweltausschuss beraten und soll anschließend in den kommenden
Kreistag eingebracht werden.