Antrag zur 46. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität am 25. August 2026
Antragstext
Der Rat möge beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt,
- die regelmäßige Wartung der bestehenden Trinkbrunnen so sicherzustellen, dass diese insbesondere während der Sommermonate zuverlässig betriebsbereit sind.
- die Instandhaltung des Klimacontainers so zu priorisieren, dass dieser in den Sommermonaten im Innenstadtgebiet eingesetzt werden kann,
- weitere kurzfristig umsetzbare Maßnahmen zum Hitzeschutz zu prüfen und, soweit möglich, umzusetzen, insbesondere:
- Möglichkeiten zur temporären Verschattung besonders aufgeheizter Bereiche der Innenstadt unter Berücksichtigung der Hitzegefahrenkarte, beispielsweise durch Sonnensegel, mobile Verschattungselemente (z. B. mobile Zimmer und Schirme) oder begrünte Lösungen mit Rankpflanzen, sowie die Möglichkeit der weiteren Anschaffung schattenspendender Parkletts,
- Weitere Anlaufstellen für Trinkwasserversorgung in der Innenstadt, z. B. Trinkbrunnen
- Maßnahmen zur Kühlung durch Wasserverneblung. Dabei soll auch geprüft werden, ob vorhandene Wasseranschlüsse oder Leitungen, beispielsweise an bestehenden Trinkbrunnen, für solche Maßnahmen genutzt werden können,
- Möglichkeiten, öffentlich zugängliche kühle Orte sichtbar zu machen. Hierzu soll die Verwaltung insbesondere Gespräche mit den Kirchengemeinden führen, um zu prüfen, ob Kirchengebäude während Hitzeperioden als kühle Orte in die städtische Hitzeschutzkommunikation einbezogen werden können.
Begründung:
Heiße Tage und längere Hitzeperioden nehmen auch in Göttingen zu. Deshalb braucht es neben langfristigen Strategien zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung auch kurzfristig wirksame Maßnahmen, die den Aufenthalt im öffentlichen Raum angenehmer machen und die gesundheitlichen Belastungen durch Hitze verringern.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen können mit vergleichsweise geringem Aufwand umgesetzt werden und entfalten gerade in den Sommermonaten eine unmittelbare Wirkung. Sie ergänzen langfristige Maßnahmen wie Entsiegelung, Begrünung und die klimaangepasste Stadtentwicklung. Gleichzeitig gilt: Wirksamer Hitzeschutz kann dauerhaft nur im Zusammenspiel mit konsequentem Klimaschutz und einer klimaresilienten Stadtgestaltung gelingen.