Bürger*innen entscheiden über Dragoneranger
Die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert mit einem Antrag für die Ratssitzung im September eine zukunftsfeste Strategie für die Gewerbeflächenentwicklung. Angesichts des aktuellen wirtschaftlichen Wandels in Deutschland will die Fraktion ein intelligentes Flächenmanagement etablieren: Statt immer mehr kostbare Flächen zu versiegeln, sollen vorhandene Potenziale optimal genutzt werden, um Göttingen zukunftsorientiert und ökologisch nachhaltig zu entwickeln.
„Göttingen ist ein starker Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort. Damit das auch in Zukunft so bleibt, brauchen wir eine Gewerbeflächenpolitik, die Wachstum ermöglicht und gleichzeitig sorgsam mit unseren Flächen umgeht. Wer vorhandene Potenziale nutzt, stärkt die Wirtschaft, schützt Klima und Natur und schafft gute Perspektiven für innovative Unternehmen“, sagt Onyeka Oshionwu, Oberbürgermeisterkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen.
Ein zentrales Anliegen ist der Schutz des Dragonerangers in Weende. Die Grünen fordern das Ende der Planungen für ein Gewerbegebiet und wollen die Zukunft und Nachnutzung dieser Fläche in einem offenen Beteiligungsprozess gemeinsam mit den Bürger*innen gestalten.
„Der Dragoneranger ist eine wichtige Freifläche, eine essenzielle Kaltluftschneise und das Tor zur Leineaue. Er muss als Baufläche aus dem Flächennutzungsplan raus und Wege zurück in den Landschaftsschutz sind von der Verwaltung darzustellen. Schluss mit weiteren Versiegelungen auf Kosten der Anwohnenden in Weende. Der Dragoneranger darf keine stille Reserve für Versiegelungsfantasien sein – wir wollen ihn gemeinsam mit den Bürger*innen erhalten und weiterentwickeln“, betont Ratsherr und Weender Julian Arends.

Onyeka Oshionwu, Oberbürgermeisterkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen

Julian Arends, Grünes Mitglied im Rat und Weender Bürger