Schuleinzugsgebiete anpassen – Iduna-Zentrum neu einbeziehen

Antrag zur 39. Sitzung des Rates der Stadt Göttingen am Montag, 11. Mai 2026

Der Rat der Stadt Göttingen möge beschließen:

  1. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, inwieweit eine Änderung des Zuschnitts der Schuleinzugsgebiete erforderlich ist. Dabei ist insbesondere zu klären, ob durch die Zuordnung von Schüler*innen aus dem Iduna Zentrum auf mehrere Göttinger Grundschulen eine Entlastung der Brüder-Grimm-Schule erreicht werden kann.
  2. Die Verwaltung wird gebeten, insbesondere mit den Grundschulen Gespräch zu führen, die derzeit die Schüler*innen der Groner Land 9 aufnehmen, um veränderte Bedarfe und Kapazitäten angemessen zu berücksichtigen.
  3. Das Prüfergebnis soll im Schulausschuss vorgestellt werden.

Begründung

Der Gebäudekomplex Iduna Zentrum (Weender Landstraße 1, 3, 5 und 7 sowie Maschmühlenweg 2, 4 und 6) hat sich im Verlauf seines Bestehens zunehmend zu einem sozialen Brennpunkt entwickelt. Viele dort lebenden Familien sind von mehrfachen Belastungen und komplexen Problemstellungen betroffen. Der daraus resultierende erhöhte Unterstützungsbedarf stellt für die Brüder-Grimm-Schule eine erhebliche Herausforderung dar.

Die Planungen der Einschulungen erfolgen bereits weit im Voraus. Daher ist eine Anpassung der Schuleinzugsgebiete frühzeitig mit Blick auf das Schuljahr 2028/29 vorzubereiten. Eine rechtzeitige Abstimmung mit den beteiligten Schulen ermöglicht eine zielführende und verlässliche Anpassung der Einzugsgebiete.

Die Prüfung soll aufzeigen, ob durch eine veränderte Zuordnung der Schüler*innen eine ausgewogenere Verteilung erreicht werden kann, um Ressourcen und Kapazitäten der Schulen besser zu nutzt. Ein vergleichbares Modell besteht bereits in der Aufteilung der Schüler*innen aus der Groner Landstraße 9 auf die Leinebergschule, Südstadtschule und Albanischule.

Im Rahmen der Prüfung soll insbesondere eine Austauschrunde mit den beteiligten Grundschulen klären:

  • ob die Versorgung der Kinder aus der Groner Landstraße 9 durch die Südstadtschule und die Leinebergschule ausreichend tragfähig ist und dadurch Kapazitäten, insbesondere an der Albanischule, für eine mögliche Aufnahme von Schüler*innen aus dem Iduna Zentrum entstehen könnten,
  • ob weitere Grundschulen in die Prüfung miteinbezogen werden sollten.

Zur Vermeidung von Mobilitätsbarrieren durch längere Schulwegen sind zudem geeignete, lösungsorientierte Maßnahmen zu prüfen, beispielsweise Schüler*innentickets oder organisierte Beförderungsangebote.

Daniel Hübscher
Mobiler Bürger*innenservice fü…