Zu wenig Hallen für viele Sportler*innen: Grüne schlagen Freilufthallen vor

Volle Hallen, Wartelisten und zu wenig Trainingszeiten: Viele Sportvereine in Göttingen stoßen an ihre Grenzen. Besonders im Winter sind Hallenzeiten knapp. Die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen will deshalb prüfen lassen, ob mit Freilufthallen zusätzliche Sportflächen geschaffen werden können. Einen entsprechenden Antrag bringen die Grünen am 12. Juni in den Rat ein.

Nach Ansicht der Grünen braucht Göttingen dringend zusätzliche Hallenkapazitäten, insbesondere im Westen der Stadt. Die bisherigen Planungen haben bislang nicht zum Bau einer neuen Sporthalle geführt. Gleichzeitig machen hohe Baukosten und die angespannte Haushaltslage den Neubau klassischer Sporthallen schwierig. Freilufthallen könnten hier eine vergleichsweise kostengünstige und schnell umsetzbare Ergänzung sein.

„Wir brauchen mehr Raum für Sport und Bewegung in unserer Stadt. Freilufthallen können dafür eine praktikable Lösung sein“, sagt Onyeka Oshionwu, Grüne Bürgermeisterin der Stadt Göttingen. „Sie ermöglichen ganzjähriges Training und lassen sich deutlich schneller und kostengünstiger umsetzen als herkömmliche Sporthallen. Wer das Ehrenamt attraktiv halten will, muss auch gute Rahmenbedingungen dafür schaffen.“

Geprüft werden sollen verschiedene Modelle, mögliche Standorte, Nutzungskonzepte und Fördermöglichkeiten. Auch die Nutzung der Dachflächen für Photovoltaik soll betrachtet werden. Vorbild ist die Stadt Tübingen, die auf einer solchen Freilufthalle eine ihrer größten Photovoltaikanlagen installiert hat.

„Gerade in Zeiten knapper Kassen müssen wir kreative Lösungen finden“, so Oshionwu„Freilufthallen können Vereinen, Schulen und dem Freizeitsport neue Möglichkeiten eröffnen und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.“

Den Landkreis Göttingen fit ma…