Unsere Anfrage im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität am 23.06.26
Die Grüne Ratsfraktion hat am 23. Juni folgende Anfrage zu den geplanten Fahrplananpassungen ab Herbst an die Verwaltung gestellt.
Vorbemerkung:
Im Zusammenhang mit den geplanten Fahrplananpassungen ab Herbst wurden verschiedene
Maßnahmen vorgeschlagen und diskutiert. Eine bis jetzt noch nicht vorgestellte Maßnahme wäre
der Einsatz zusätzlicher Busse.
Mit dieser Alternative könnten insbesondere Zeiteinsparungen auf einzelnen Linien erreicht, die
Zuverlässigkeit an den Haltestellen erhöht, und ausreichende Pausen für die Fahrer*innen
sichergestellt werden. Nachteile für die Fahrgäste bleiben hingegen aus.
Wir fragen die Verwaltung:
1) Wurde die Alternative, einen zusätzlichen Bus in den Umlauf einzelner Linien einzusetzen, als
Ersatz für die derzeit vorgeschlagenen Fahrplananpassungen geprüft?
2) Falls ja, mit welchem Ergebnis hinsichtlich Kosten, Betriebsstabilität und Auswirkungen auf das
Fahrpersonal?
3) Falls nein, aus welchen Gründen wurde diese Option bislang nicht weiterverfolgt?
4) Wie bewertet die Verwaltung die genannten Ziele – insbesondere höhere Zuverlässigkeit,
bessere Pausenregelungen und geringere Belastung der Fahrer*innen – im Vergleich zu den
derzeit vorgesehenen Maßnahmen?
Die Verwaltung hat folgendermaßen geantwortet:
Seit längerer Zeit kommt es auf den Linien der GöVB zu Verspätungen an den
Endhaltestellen. Oft sind nicht angepasste Fahrtzeiten ursächlich. Veränderte Bedingungen
im Straßenverkehr können zu einer langsameren Reisezeit führen – die ursprünglich
geplanten Fahrtzeiten reichen dann nicht aus. Daher wurden für den Herbst 2026 Linien-
wegsänderungen auf einzelnen Linien als Maßnahme vorgeschlagen, die aber aktuell
verworfen wurden. Alternativen sind in Prüfung.
Zur Anfrage zu einem Einsatz zusätzlicher Busse nehmen wir wie folgt Stellung:
Zu 1) Ja, diese Maßnahme wurde als erste Option für mehrere Linien geprüft, da sie das
Fahrpersonal entlastet und keine Verschlechterung und Veränderung für den Fahrgast
darstellt.
Zu 2) Für alle betroffenen Linien wäre ein finanzieller Mehraufwand einzurechnen. Dieser
entsteht durch den zusätzlichen Bus und mehrere Fahrpersonale je Linie.
Zu 3) Siehe Punkt 2.
Zu 4) Da das Ziel der vorgeschlagenen Maßnahmen der Linienwegsanpassungen höhere
Zuverlässigkeit, bessere Pausenregelungen und die damit verbundene geringere Belastung
des Fahrpersonals sind, werden diese als vorrangige Ziele eingeordnet.